Bereits in der Vorschule werden die Schweden zu unabhängigem Denken ermuntert. Für Schweden ist das eine Möglichkeit, die lange und stolze Innovationstradition des Landes aufrechtzuerhalten.
Dieser innovative Geist spiegelt sich darin wider, dass Schweden regelmäßig europäische Ranglisten im Hinblick auf den Anteil der Forschungsinvestitionen am BIP und auf die Anzahl veröffentlichter wissenschaftlicher Arbeiten pro Kopf der Bevölkerung anführt.
Das aus Steuermitteln finanzierte Bildungssystem, dass allen offen steht, wird ergänzt durch öffentlich bezuschusste Programme für Weiterbildung, Umschulung, Erwachsenenbildung und Studienkreise. Die Privatwirtschaft bietet zudem ein fortschrittliches System mit Möglichkeiten zur Weiterbildung und zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten.
Keiner wird hintangesetzt: Das schwedische Schulgesetz sieht vor, dass Kinder, die auf Schulassistenz angewiesen sind, die erforderliche Hilfe bekommen. Außerdem besagt das Gesetz, dass alle behinderten und unbehinderten Kinder in ganz Schweden gleiche Bildungschancen haben müssen.
Interessanterweise ist die Quote der erfolgreichen Absolventen weiterführender Schulen bei Menschen mit Behinderung proportional leicht höher als bei Menschen ohne Behinderung. Umgekehrt verhält es sich bei der höheren Bildung – obwohl inzwischen immer mehr Menschen mit Behinderung an der Universität oder an der Hochschule studieren.