Die schwedische Geschäftswelt ist für ihre flachen Hierarchien bekannt und für Manager, die sich nicht zu schade sind, selbst die Ärmel hochzukrempeln. Obwohl das Geschäftsleben in Schweden immer wettbewerbsorientierter wird, werden soziale Aspekte und Umweltfragen nicht vernachlässigt.
Vorhersagen zufolge liegt die Zukunft des schwedischen Wirtschaftslebens vor allem in wissensintensiven Branchen. Hier kann das Land aus seinem modernen technischen Entwicklungsstand, seiner gut ausgebauten Infrastruktur und dem hohen durchschnittlichen Bildungsgrad der Einwohner Nutzen ziehen. Die Informationstechnologie (IT) und die Biomedizin zählen zu eben diesen wissensintensiven Wirtschaftszweigen, in denen Schweden seit Jahren weltweit führend ist.
Im 20. Jahrhundert erlebte das Land eine Entwicklung, die vielfach „schwedisches Wirtschaftswunder“ bezeichnet wird: Innerhalb weniger Jahrzehnte mauserte sich Schweden von einer armen Agrarnation zu einem der blühendsten und modernsten Industriestaaten der Welt.
Dieses schnelle Wachstum basierte auf dem enormen Waldreichtum Nordschwedens, dem Eisenerzvorkommen und der Verfügbarkeit von Wasserkraft in Kombination mit einer langen Reihe genialer Erfindungen wie dem Kugellager, dem gasbetriebene Leuchtfeuer und dem Rollgabelschlüssel.
Diese technische Brillanz macht bis heute den Kern der schwedischen Wirtschaft aus. Man denke nur an die Software Skype, die kostenlose Telefonate über das Internet ermöglicht, und an die Musik-Streaming-Software Spotify.