Die schwedischen Unternehmer und Firmen haben bewiesen, dass man weder Menschen noch die Umwelt ausbeuten muss, um profitabel zu wirtschaften. Bei Erhebungen landen schwedische Firmen im Hinblick auf ihre Bemühungen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) – also im Hinblick darauf, wie sie Themen wie Klimawandel, Gleichstellung, Menschenrechte und Antikorruption bei ihren geschäftlichen Tätigkeiten berücksichtigen – regelmäßig unter den weltweit führenden Unternehmen.
Es ist in der ganzen Welt bekannt, auf welche Weise Schweden mit großzügigen Sozialleistungen für seine Bürger sorgt. Dieses Engagement lässt sich auch als wesentliches Element des schwedischen Geschäftsgebarens ausmachen und wird von den multinationalen Firmen in die ganze Welt exportiert.
CSR wächst bei Firmen aller Nationalitäten. Aber schwedische Unternehmen gehörten zu den ersten, die bewiesen, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht auf Kosten von Rücksichtnahme gehen muss. Im Hinblick auf den Umgang mit Umwelt- und Arbeitsfragen gilt die Möbelhauskette Ikea als eine der weltbesten Firmen. Der Ikea-Verhaltenskodex für verantwortungsbewussten Handel – The Ikea Way on Purchasing Home Furnishing Products (IWAY) – beinhaltet konkrete Richtlinien für Bereiche wie Kinderarbeit und Waldwirtschaft.
Das schwedische Textileinzelhandelsunternehmen H&M führte 1997 einen CSR-Verhaltenskodex ein. Die Regeln, die für alle Zulieferer und Subunternehmer in Asien und Europa gelten, basieren auf dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes und der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Rechte und Prinzipien am Arbeitsplatz.
Der schwedische Telekommunikationsgigant Ericsson war eines der ersten Unternehmen, das den Globalen Pakt der Vereinten Nationen unterstützte und einen eigenen Verhaltenskodex einführte, um die Menschenrechte zu schützen, die Vereinigungsfreiheit zu fördern, einen verantwortungsvollen Umgang mit Umweltfragen zu sichern und Korruption zu verhindern.