
König Carl Gustaf XVI. und Königin Silvia auf dem Weg zur jährlichen Feier in Skansen, Stockholms Freilichtmuseum. Foto: Stockholm Visitors Board
Feier mit der königlichen Familie
Der König und die Königin nehmen jedes Jahr an einer Zeremonie im großen Freiluftmuseum Skansen in Stockholm teil; dort wird die blaugelbe Flagge gehisst, und Kinder in Volkstracht überreichen dem Königspaar sommerliche Blumensträuße.
Am Nationaltag wird auch eine Zeremonie abgehalten, um neue Schweden als Mitbürger willkommen zu heißen.
Das letzte Mal, dass die Schweden sich in großer Zahl für den Nationalstaat engagierten, war um die vorige Jahrhundertwende, als nationalromantische Winde durchs Land wehten und Heimatvereine und Heimatmuseen gegründet wurden. In diesem Zusammenhang wurde der 6. Juni zuerst gefeiert.

Das genaue Alter der schwedischen Flagge ist nicht bekannt, aber die ältesten bekannten Bilder eines blauen Tuchs mit einem gelben Kreuz stammen aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Jonathan Hall/www.imagebank.sweden.se
Im Jahr 2005 zum ersten Mal allgemeiner Feiertag
Im Jahre 2004 beschlossen schwedische Politiker, den 6. Juni zum gesetzlichen Feiertag zu machen, was das Interesse daran, den Nationalfeiertag zu begehen, möglicherweise verstärkt. Es hat lange gedauert, der Vorschlag ist über mehrere Mandatsperioden hin- und hergeschoben worden.
Es gibt auch Gruppen, die sich für die Ernennung eines Nationalgebäcks und eines Nationalgerichts stark machen und die Schlüsselfiedel in den Rang eines Nationalinstruments erheben wollen. Doch es hat sich als schwierig erwiesen, selbst über diese unschuldigen Ideen Einigkeit zu erzielen.
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Po Tidholm ist freier Journalist und schreibt als Kritiker für die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter. Po Tidholm verfasste den Haupttext darüber wie und was die Schweden feiern.
Agneta Lilja ist Dozentin in Volkskunde an der Hochschule Södertörn, Stockholm. Agneta Lilja verfasste die Textteile über die Geschichte schwedischer Traditionen und Feste.
Für die in dieser Internetfassung vertretenen Ansichten sind allein die Autoren verantwortlich.
Übersetzung: Wolfgang Butt
Copyright: 2004 Agneta Lilja, Po Tidholm und Schwedisches Institut. Dieser Text wird vom Schwedischen Institut auf www.sweden.se veröffentlicht.