Sättigendes Gänseessen
Manche bereiten die Gans selbst zu, doch die meisten gehen ins Restaurant. Am gewöhnlichsten ist die Sitte in Schonen, wo die Gänsezucht eine lange Tradition besitzt, doch sie hat sich immer weiter nach Norden ausgebreitet.
Ein Gänseessen ist umfangreich und sättigend, und die Zubereitung nimmt viel Zeit in Anspruch. Alle Teile der Gans sollen verwertet werden. Das Essen wird von Blutsuppe (svartsoppa) mit Beilage eingeleitet. Die Suppe wird aus Gänseblut und Gänsebrühe gemacht und reichlich mit Fruchtpürees, Alkohol und Gewürzen wie Nelken und Ingwer gewürzt. Sie ist dick und hat eine schwarzrote Farbe.

Der Sankt Martins-Tag ist das Fest der Gans – alle anderen Bedeutungen sind weitgehend vergessen. Foto: www.imagebank.sweden.se © Håkan Sandbring/Position Skåne, sydpol.com
Die Beilagen können aus diversen Innereien, Gänseleberwurst, gekochten Backpflaumen und Kartoffeln bestehen.
Die Gans wird mit Äpfeln und Backpflaumen gestopft und langsam gebraten, wobei man sie ständig mit ihrem eigenen Fett begießt. Die Karkasse soll anschließend in Wasser ausgekocht werden, aus dem die Soße zubereitet wird. Das übriggebliebene Fett wird bei der Zubereitung der Beilagen verwendet: Rotkohl, Bratäpfel und Kartoffeln.
Und als sei es damit noch nicht genug, gehört zu einem richtigen Gänseessen noch Apfelkuchen zum Nachtisch.
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Po Tidholm ist freier Journalist und schreibt als Kritiker für die Stockholmer Tageszeitung Dagens Nyheter. Po Tidholm verfasste den Haupttext darüber wie und was die Schweden feiern.
Agneta Lilja ist Dozentin in Volkskunde an der Hochschule Södertörn, Stockholm. Agneta Lilja verfasste die Textteile über die Geschichte schwedischer Traditionen und Feste.
Für die in dieser Internetfassung vertretenen Ansichten sind allein die Autoren verantwortlich.
Übersetzung: Wolfgang Butt
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Copyright: 2004 Agneta Lilja, Po Tidholm und Schwedisches Institut. Dieser Text wird vom Schwedischen Institut auf www.sweden.se veröffentlicht.